Gehäusebelüftung für die Elektronik

Projektgehäuse so belüften, dass LCD, Ethernet-Shield und Spannungsregler kühl bleiben, ohne die Luft an entfernten Fühlern aufzuheizen.

Kleines Gewächshaus im Garten, aus dessen Dachfenstern Weinreben wachsen
Gewächshäuser und Werkstätten brauchen ein Auge auf Feuchte und Hitze, nicht nur auf Frostschwellen. Foto: W.carter. CC0

Ein dicht verschlossenes NEMA-Gehäuse schützt den Arduino vor Staub, staut aber die Wärme des Linearreglers und des W5100-Chips. Fühler in einem separaten, belüfteten Gehäuse brauchen Öffnungen für die Umgebungsluft und müssen trotzdem vor Regen geschützt sein. Wer die beiden Gehäusetypen verwechselt, bekommt überhitzungsbedingte Ethernet-Resets und träge Feuchtewerte: unterschiedliche Probleme, die beide nach „gut verpackt“ aussehen.

Zwei Gehäuse nebeneinander: belüftete Fühlerbox und Mikrocontroller-Box mit Lamellen und Lüfterpfeil
Fühlergehäuse lassen Umgebungsluft herein; Mikrocontroller-Gehäuse führen Wärme ab und halten Staub draußen.

Richtlinien für das Mikrocontroller-Gehäuse

  • Lamellen oder Schlitze auf gegenüberliegenden Seiten für eine Querdurchströmung.
  • Halte Hohlstecker und RJ45-Buchse für Wartungsarbeiten zugänglich.
  • Schließe das Ethernet-Shield nicht ohne Beschattung an einer heißen Südwand ein.

Richtlinien für das Fühlergehäuse

Halte dich an die Fühlermontage: Lüftungsöffnungen, die für Luftaustausch ausgelegt sind, Kabelverschraubung nach unten, Sensor nicht im direkten Sonnenfleck. Die Abwärme des Mikrocontrollers darf sich keinen unbelüfteten Hohlraum mit einem DHT22 teilen: siehe Zonenaufteilung.

Thermische Wechselwirkung

Warme Elektronik erwärmt die Luft in ihrer Nähe, wenn beides zusammen montiert ist: Setze die Fühler an die Außenwand und den Mikrocontroller in die Nähe der Router-Leitung. Die Planung der Masseführung gilt auch im Gehäuse.